Gesunder Boden

Die wichtigste Voraussetzung für gutes Pflanzenwachstum ist der Boden. Erträge und gesundes Wachstum von Pflanzen sind von der Bodenreaktion (Boden-pH-Wert) abhängig.

Pflanzenwachstum und Ernten brauchen den Nährstoffvorrat des Bodens nach und nach auf. Deshalb muss von Zeit zu Zeit neuer Humus zugegeben werden. Doch Nährstoffe allein genügen nicht, denn ist der Boden zu sauer, können die Pflanzen sie nicht aufnehmen. Man düngt zwar viel, sieht aber kaum einen Erfolg. In diesem Fall braucht der Boden Kalk, der den pH-Wert erhöht und dadurch den Pflanzen die Nährstoffaufnahme ermöglicht.

Verursacher einer Bodenübersäuerung sind neben schädlichen Umwelteinflüssen auch Pflanzenwachstum, Ernten, saure Mineraldünger und die Auswaschung durch Niederschläge. All diese Faktoren verbrauchen Kalk und versauern den Boden, sodass wichtige Bakterien und Bodenlebewesen absterben und keine Nährstoffe mehr aktiviert werden.


Ein saurer Boden (d.h. mit niedrigem pH-Wert) hat zur Folge, dass Obst und Gemüse demnach verstärkt giftige Schwermetalle wie Quecksilber, Blei, Kadmium und Aluminium aufnehmen. Diese Schadstoffe nehmen wir im Umkehrschluss dann über die Nahrung auf. Aus umwelt- und gesundheitlichen Gründen ist es daher wichtig, etwas gegen die Übersäuerung des Bodens zu tun.

Im eigenen Garten können Sie dies schnell und einfach durch die Gabe mit Nordweiss-Perle® Garten- und Rasenkalk erreichen. Zunächst um den pH-Wert auf ein gesundes Niveau zu bringen und anschließend um den Boden vor Übersäuerung zu schützen.


Bodenauszehrung durch Kalkentzug


Infografik: Bodenauszehrung durch Kalkentzug

Der PH-Wert

Wenn Sie die Analyse-Ergebnisse der Bodenprobe bekommen, haben Sie alle wichtigen Informationen über den Nährstoffgehalt und den pH-Wert Ihres Bodens.

Ein niedriger pH-Wert – d. h. unter 5,5 – zeigt an, dass der Boden sauer ist. Und je saurer der Boden, desto weniger eignet er sich für Ihren Rasen und den Gemüse- oder Obstanbau. Zu hoch ist der pH-Wert nur selten. Wenn er zwischen 6,0 und 7,0 liegt, können Sie davon ausgehen, dass Ihr Gartenboden sich in guter Verfassung befindet. Liegt er jedoch darunter, muss er durch Streuen von Kalk angehoben werden.



Obst und Gemüse

Richtig Kalken

Alle Obstarten benötigen je nach Bodenart regelmäßig 6 – 14 kg Kalk je 100 m2. Besonders kalkliebend sind Steinobst und Stachelbeere. Sauerkirschen bevorzugen einen schwach sauren Boden und auch Pfirsiche reagieren eher empfindlich auf zu viel Kalk.

Ob Obstbäume an Kalkmangel leiden, erkennen Sie an Gummifluss, Spitzendürre und Kräuselkrankheit. Äpfel sind zudem oft stippig. Bei solchen Symptomen benötigt der Boden eine Gesundungskalkung. Dazu streuen Sie je nach Bodenart 50 – 75 kg Nordweiss-Perle® Garten- und Rasenkalk je 100 m2.

Gerade vor dem Hintergrund der Nahrungsmittelproduktion ist nicht zu vernachlässigen, dass die Gabe von Kalk der Freisetzung von schädlichen Schwermetallen im Boden samt Aufnahme in die wachsenden Obst- und Gemüsepflanzen entgegenwirkt, sodass auch die Aufnahme vom Menschen über unsere Lebensmittel im Umkehrschluss minimiert wird.

Das in Nordweiss-Perle® Garten- und Rasenkalk enthaltene Magnesium ist zudem ein wichtiger Bestandteil des Chlorophylls und fördert durch die Umwandlung von Sonnenlicht die Bildung von Blattgrün sowie das Pflanzenwachstum.

Gemuesekorb und Salatkorb

Sie wollen wissen, wie Sie Ihr Gemüse am besten anbauen?

Wir haben dafür eine Tabelle erstellt, Diese steht Ihnen selbstverständlich zum Download bereit.

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Nicht dasselbe

Nährstoff- und Kalkbedarf

Berufsgärtner und Landwirte teilen die verschiedenen Gemüsesorten nach der Höhe des Nährstoffbedarfs in stark, mittelstark und schwach zehrend ein. Stark zehrend sind z. B. alle Kohlarten, Kürbis, Gurken und Tomaten. Zu den mittelstark zehrenden Pflanzen gehören Möhren, Zwiebeln, Radieschen, Spinat und Rote Beete. Schwach zehrend sind Bohnen, Erbsen, Salat und Küchenkräuter. Dies deckt sich nicht zwangsläufig mit dem Kalkbedarf der Pflanzen.

Kalkliebend ist besonders folgendes Gemüse: sämtliche Kohlsorten (Broccoli, Weiß- und Rotkohl, Blumenkohl, Rosenkohl, Grünkohl u. a.) Rüben, Spargel, alle Zwiebelsorten (gelbe und rote Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Porree usw.) und alle Sorten Zichoriensalat.

Einige Gemüsesorten sind zwar kalkliebend, reagieren aber empfindlich auf frische Kalkgaben (also kurz vor der Saat oder dem Pflanzen). Dies sind: Gurken, Tomaten, Möhren, Rote Beete, Sellerie, Spinat, Kürbis und Zwiebeln. Die Beete, die Sie hierfür vorgesehen haben, sollten Sie deshalb schon im Herbst kalken. Kohl und Erbsen dagegen bevorzugen eine Kalkgabe kurz vor dem Anbau. Gemüse braucht einen je nach Bodenart neutralen bis schwach sauren Boden.


Blumen

Richtig Kalken

Schöne Blumenbeete machen den Garten zu einer Augenweide. Wenn Sie die Bedürfnisse Ihrer Blumen kennen, werden Sie noch mehr Freude an ihrer Blütenpracht haben.

Blumen haben ganz unterschiedliche Ansprüche an den Kalkgehalt des Bodens, die Sie berücksichtigen sollten. Denn einige Blumen brauchen einen stark kalkhaltigen Boden, während andere genau das gar nicht vertragen und sich im sauren Milieu am wohlsten fühlen.


Einen Boden mit relativ hohem Kalkgehalt (7,2 pH und mehr) brauchen Clematis, Geranie, Efeu, Petunie, Vergissmeinnicht, und Wicke.

Neutralen Boden (6,6 bis 7,2 pH) bevorzugen Aster, Dahlie, Gladiole, Hyazinthe, Iris, Margerite, Nelke, Pfingstrose, Rose und Tulpe.

Schwach sauer (5,9 bis 6,5 pH) mögen es Begonie, Glockenblume, Lilie, Osterglocke, Phlox, Primel und Rittersporn.

Die bitte nicht! Einige Pflanzen bevorzugen eher saure Böden, sind also kalkempfindlich. Hierzu zählen Rhododendren, Erika, Hortensien, Fuchsien und Azaleen.


Rasen

Richtig Kalken

Ein gesunder, dichter und strapazierfähiger Rasen zeigt sich in Ihrem Garten als grüner Teppich der Natur. Er verbindet alle Teile des Gartens zu einer Einheit, und gleichzeitig verleiht er einzelnen Bereichen einen einzigartigen Charakter.

Ein Rasen kann allerdings niemals besser sein als der Boden, auf dem er wächst. Wie auch bei Gemüse und anderen Pflanzen ist der pH-Wert entscheidend. Der Boden unter dem Rasen sollte einen pH-Wert von ca. 6,5 aufweisen.

Die Kalkung des Rasens ist eine wichtige Voraussetzung für eine vielfältig zusammengesetzte Grasnarbe. Bei einem stark absinkenden pH-Wert wird der Pflanzenbestand in seiner Zusammen- setzung wesentlich verändert und Beikräuter sowie Moos gewinnen die Oberhand.

Jährlich sollten Sie demnach ca. 10 kg pro 100 m2 Nordweiss-Perle® Garten- und Rasenkalk streuen.

Der ideale Unterboden für einen schönen Rasen ist lehmhaltiger und humusreicher Sand mit einem guten pH-Wert. Außerdem braucht Ihr Rasen genug Sonnenlicht und Wasser.

Rasen

Tipps für gesunden und dichten Rasen

  • im Herbst, Winter oder zeitigen Frühjahr Nordweiss-Perle® Garten- und Rasenkalk streuen
  • im Frühling vertikutieren
  • wöchentlich mähen
  • regelmäßig düngen, am besten mit Depotrasendünger
  • bei Bedarf gegen Moos ein geeignetes Produkt anwenden
  • bei Trockenheit wässern, am besten in den späten Abendstunden